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Uluru (Ayers Rock)

Der Sonnenuntergang am Uluru, wie die Aboriginals den Ayers Rock nennen, war schön, aber leider nicht so spektakulär, wie angekündigt.

Am Abend besorgten wir noch etwas zu Essen, um - wieder im Hotel angekommen - festzustellen, dass das Outback Pioneer Hotel das Einzige auf Sonnenaufgang am Ayers Rockder Tour war, das keine Kochplatten in den Zimmern hatte... also gab es in heißem Wasser erhitzte Tomatensuppe aus der Dose. Wir wollten sehr früh schlafen gehen, denn am nächsten Morgen sollte es sehr früh losgehen: Schließlich wollten wir uns auch den Sonnenaufgang angucken. Der ließ dann auf sich warten, da Wolken am Horizont die aufgehende Sonne verdeckten. Erst als der Bus schon wieder anfuhr, um uns zum nächsten Punkt der Tagestour zu bringen, glühte Uluru plötzlich rot auf...ein toller Anblick, leider etwas kurz.

Als nächstes fuhren wir dorthin, wo früher die Ureinwohner zu festen Zeiten den Felsen bestiegen haben, um ihre Stammesriten durchzuführen. Sie glauben, dass im Uluru die Geister der Schöpfer wohnen und dass jeder der darauf herumklettert ohne angemessen vorbereitet zu sein, dafür eine Strafe erhält. Vor dem Aufstieg, der inzwischen durch eine Kette zum Festhalten gesichert ist, steht in mindestens fünf Sprachen, dass die Aboriginals die Touristen bitten, nicht hinaufzusteigen. Das interessiert aber kaum jemanden. Das ganze unsensible Volk aus aller Welt didnt_climb_uluru(allen voran jede Menge Japaner) entweiht täglich den heiligen Stein, nur um sagen zu können, dass sie oben waren. Einige erhalten ihre Strafe sofort, es sterben jährlich mehr als 10 Menschen auf dem Uluru, 1/3 von denen stürzt ab und ca. 2/3 verkraften die Hitze nicht oder erleiden einen Herzanfall!!!! Wir haben uns über die Kletterer ziemlich geärgert und uns gefragt, wie die das finden würden, wenn die Aboriginals in deren Ländern auf den Kirchen, Tempeln, Synagogen und Moscheen herumklettern würden...

Wir haben den 2 km langen „Mala Walk“ entlang gegangen. Das ist ein Rundgang, der direkt am Uluru entlang führt. Dort kann man alte Zeichnungen sehen, Spuren von ausgestobenen Tieren und Stellen, an denen Wind und Wasser den Stein so ausgehöhlt Mala Walkhaben, dass man bequem in seinem Schutz sitzen kann. Morgens ist es im Outback noch richtig kalt, und es war eine gute Entscheidung, lange Jeans zu tragen. Roland hat feststellen müssen, dass es in der Wüste nachts wirklich kalt ist und in seinen kurzen Hosen anfänglich ziemlich gefroren. Der Uluru dagegen ist noch so warm von der Hitze des Vortages, dass man das Gefühl hat, ein lebendiges Wesen zu berühren, wenn man ihn anfasst. An einer Stelle fließt zu bestimmten Zeiten Wasser vom Stein, so dass sich dort eine kleine grüne Insel am Fuß gebildet hat. Von unten gesehen ist der Uluru wunderschön und sehr beeindruckend, es lohnt sich, sich ein bisschen Zeit zu nehmen und dieses Monument auf sich wirken zu lassen. Und wer unbedingt die zentralaustralische Wüste von oben sehen will, kann auch für ca. 80 DM einen Hubschrauberrundflug buchen!!

birdfeed_kNachdem wir während des Wartens auf die ganzen Kletterer noch lustige wilde Vögel auf dem Rastplatz aus der Hand gefüttert hatten, ging es weiter zu einer Bustour um den Felsen. Jede Erosion, jede farbliche Veränderung und jedes Wasserloch dort hat seine eigene Mythologie. An den Wänden waren Lehrzeichnungen, die den jungen Leuten die Gesetze beibringen sollten, und an einem der saisonalen Wasserfälle flog ein Schwarm Zebrafinken herum!

Den Abschluss des Tages bildete ein Besuch in dem nahegelegenen Kulturzentrum, das über die Lebensweise des dort ansässigen Clans informiert.

 

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